04.11.2017 / Communiqués / /

Medienmitteilung JCVP November 2017

Was die Jugend bewegt

 

Die Junge CVP Thurgau hat im Frühjahr 2017 eine Umfrage unter Thurgauer Jugendlichen durchgeführt. Dabei ging es darum, die Themen zu bestimmen, welche die Jugendlichen zurzeit am meisten Beschäftigen. Die Ergebnisse der Umfrage wurden intern ausgewertet und intensiv diskutiert. Damit nimmt sich die JCVP Thurgau nicht nur den Meinungen ihrer Mitglieder an, sondern befragte alle junge Wählerinnen und Wähler.
In der Umfrage war auch das Stimmrechtsalter 16 ein Thema. Ein Initiativkomitee unter der Leitung der Jungen GLP arbeitet an der Vorbereitung einer Initiative dazu. Momentan wird ein Stimmrechtsalter 16 auf Anfrage angestrebt. Die 16- und 17-jährigen könnten dann stimmen, nachdem sie ihr Stimmrecht auf der Gemeinde einmalig beantragt haben. Grundsätzlich ist die JCVP Thurgau offen für eine solche Idee. Zentral ist es aber, dass zuerst die Rahmenbedingungen und Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Dazu gehört nach Ansicht der JCVP Thurgau die Vermittlung von politischen Kompetenzen in den Mittel- und Berufsschulen. Die Jugendlichen müssen in die komplexe Thematik der Politik eingeführt werden. Dies ist speziell in Zeiten von Fakenews und social Media absolut grundlegend.
Nach dem Nein zur Rentenreform 2020 müssen schnell wirksame und mehrheitsfähige Lösungen gefunden werden. Gefordert ist dabei besonders das nationale Parlament. Gerade bei jungen Personen, welche ins Berufsleben einsteigen, herrscht eine grosse Unsicherheit. Die Generation von Morgen hat ein Anrecht auf eine Altersvorsorge, die zum Leben reicht. Die junge Generation denkt aber auch bereits an die Familiengründung. So hat sich in der Umfrage eine grosse Unterstützung der Vaterschaftsinitiative gezeigt. Diese verlangt 4 Wochen Vaterschaftsurlaub für alle Väter. Die JCVP Thurgau begrüsst diese Initiative, welche die Familien fördert und gleichzeitig genügend Flexibilität lässt, damit auch in KMUs verträgliche Lösungen zur Umsetzung gefunden werden können.
Auch der Umgang mit und die Integration von Asylbewerbern beschäftigt die junge Generation. Projekte zur Arbeitsvermittlung von Asylsuchenden müssen zahlreiche Hürden überwinden. Hier wäre aus Sicht der JCVP Thurgau ein Bürokratieabbau nötig. So könnten Asylbewerber Betriebe punktuell unterstützen und hätten einen geregelten Tagesablauf. Schliesslich wird sich die JCVP Thurgau auch weiterhin in den Themen Energie, Staatskundeunterricht und E-Voting einsetzen.

 

Lukas Auer
078 955 51 68
Präsident JCVP Thurgau