30.06.2020 / Communiqués / Staatspolitik und Recht /

Stimmrechtsalter 16 nur mit stärkerer politischer Bildung

Für Morgen ist  im Grossen Rat die Motion „Stimmrechtsalter 16 im Kanton Thurgau“ traktandiert. Das Grundanliegen, junge Menschen früher für Politik zu begeistern, teilt die JCVP. Zielführender wäre aber eine längerfristige Investition in die Politische Bildung. Die Junge CVP Thurgau lehnt die Motion ab.

Es ist klar: In der Politik werden weitreichende Entscheidungen gefällt. Meistens betreffen sie die Jungen am stärksten, weil sie am längsten damit leben müssen.

Die Stimmbeteiligung der Jungen ist notorisch tief. Diese wird aber nicht automatisch durch ein tieferes Stimmrechtsalter höher. Junge vermeiden sehr oft den Gang an die Urne, weil sie mit dem politischen System zu wenig in Kontakt sind und deshalb auch eine Vertrauensbasis fehlt. Die politische Sprache ist den meisten Jungen auch zu komplex. Experten glauben das eine Förderung der Politischen Bildung zentral ist, um das Problem der tiefen Stimmbeteiligung anzugehen. Hier will die JCVP ansetzen. Durch eine Förderung der Politischen Bildung ist dem Grundgedanken, die jungen Menschen früher für Politik zu begeistern und in demokratische Prozesse einzubinden, mehr geholfen, als durch die einfache Herabsetzung des Stimmrechtsalter.

Sollte in die Politische Bildung der Jugendlichen im Kanton Thurgau in Zukunft verstärkt investiert werden, steht die JCVP dem Stimmrechtsalter 16 sehr wohlwollend gegenüber. Eine einfache Herabsatzung lehnt sie aber ab.

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