14.09.2020 / Communiqués / /

JA zu einer besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf

Die JCVP Thurgau hat die Parolen für die eidgenössischen Abstimmungen vom 27. September gefasst. Einstimmig sagt sie Ja zur Erhöhung der Kinderabzüge und zum zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Nach einem Vortrag von Manuel Sturzenegger und einer Diskussion zum Jagdgesetz wurde die Ja-Parole beschlossen. Ebenfalls wird die kantonale Vorlage «Ergänzungsbau Regierungsgebäude Frauenfeld» zur Annahme empfohlen.

Bereits an der Jahresversammlung anfangs Juli beschlossen die Mitglieder ein Nein zur Volksinitiative «Für eine massvolle Zuwanderung», der sogenannten Begrenzungsinitiative sowie ein Ja zur Beschaffung neuer Kampfflugzeuge.

JA zur Erhöhung der Kinderabzüge

Zur Revision des Bundesgesetzes über die direkte Bundessteuer (Steuerliche Berücksichtigung der Kinderdrittbetreuungskosten) fassten die Mitglieder einstimmig die Ja-Parole. Sie sind überzeugt, dass die neu im Gesetz vorgesehene Erhöhung des Abzugs für die Kosten der Kinderdrittbetreuung und die Erhöhung des allgemeinen Kinderabzugs eine spürbare finanzielle Entlastung für Familien des Mittelstandes bringen und den Fachkräftemangel entschärfen helfen.

Wer Kinder grosszieht, erbringt für die Gesellschaft eine besondere Leistung. Das soll honoriert werden. Über 900’000 Familien Familien profitieren von dieser Entlastung. All jene Familien, die beispielsweise nicht von Prämienverbilligungen und günstigeren KiTa-Plätzen profitieren.

Zudem setzt die Vorlage Anreize, vor allem Frauen im Arbeitsprozess zu halten. Wenn es sich finanziell wieder lohnt, dass beide Elternteile ein Einkommen erzielen, bleiben eher beide berufstätig. So profitiert auch der Arbeitsmarkt von dieser Steuererleichterung. Die JCVP Thurgau setzt sich dafür ein, dass alle Familien in der Vereinbarkeit von Beruf und Familie gestärkt werden. Denn Familien sind die Zukunft unserer Schweiz. Mütter, die Zeit und Geld in ihre Ausbildung investiert haben, sollen ihr Potenzial auch im Erwerbsleben einsetzen können. Denn jede gutausgebildete Mutter, welche nicht im Berufsleben steht, ist gesamtgesellschaftlich gesehen eine Investition, die sich auf dem Arbeitsmarkt nicht wie erwartet auszahlt. Gerade in Anbetracht der Herausforderung des zunehmenden Fachkräftemangels spielen unsere gutausgebildeten Mütter eine besondere Rolle. Mit dieser Vorlage werden die richtigen Impulse gesetzt: den Impuls, dass Mutterschaft für weibliche Fachkräfte kein Grund mehr sein soll auf ihr gewünschtes Erwerbsleben zu verzichten.

JA zum zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub

Einstimmig sagt die JCVP Thurgau Ja zum zweiwöchigen Vaterschaftsurlaub. Der Vater spielt eine ebenso wichtige Rolle in der Entwicklung des Kindes und muss die Möglichkeit haben, diese wahrzunehmen. Während der Mutterschaftsurlaub gesetzlich geregelt ist, ist es der Vaterschaftsurlaub bis heute nicht. Dies muss sich ändern.

Der Vaterschaftsurlaub ist ein wichtiger Schritt, um die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu verbessern. Ein Vaterschaftsurlaub kann zudem die Möglichkeit bieten, dass Frauen wieder früher in ihren Beruf zurückkehren können.

Der zweiwöchige Vaterschaftsurlaub erachtet die JCVP als einen wichtigen und richtigen Schritt.

JA zum neuen Jagdgesetz

Zur Revision des Bundesgesetzes über die Jagd und den Schutz wildlebender Säugetiere und Vögel (Jagdgesetz) sagen die Mitglieder Ja. Sie erachtet das revidierte Jagdgesetz als nötig, um den veränderten Wildtierbeständen und den heutigen Bedürfnissen nach Schutz von Mensch und Tier besser entsprechen zu können.